TAZ Nord: “Toben im Wald bald zu gefährlich” – neues KitaG verbietet Natur-/Waldhorte

“Bei Wind und Wetter draußen: „Eine Wald-Kita ist ein superwertvolles Angebot, weil es genau das bietet, was Kindern heute fehlt“, sagt Irmela Will, Vorsitzende der Elterninitiative „Wühlmäuse“ in Preetz, Kreis Plön, in Schleswig-Holstein. (…) Ab Januar sollte eigentlich ein Wald-Hort für Grundschulkinder dazukommen. Mit der Stadt war alles verabredet, eine Wiese gefunden, ein Bauwagen mit Platz für Hausaufgabenbetreuung und Mittagessen bestellt. Nun ist das Projekt gestoppt. „Schuld sei die Reform des Kindertagesstättengesetzes.
In dem Gesetzentwurf heißt es, dass „Naturgruppen nur für Kinder von der Vollendung des dritten Lebensjahres bis zum Schuleintritt gefördert werden“. Damit entfallen sowohl Krippen als auch Horte. (…) 

Das zuständige Sozialministerium konnte bis Redaktionsschluss auf die Kritik nicht antworten.

(…) Wird das Gesetz wörtlich ausgelegt, könnten alle Natur-Kitas dicht machen (…)

Horte sind personell besser ausgestattet als offene Ganztagsschulen, daher generell teurer – „die Politik will ihnen damit einen Riegel vorschieben“, sagt [Ute] Schulte Ostermann. Allerdings wären Wald-Horte eine günstige Alternative, schließlich brauchen sie keine Gebäude. „Und die Kombination aus Toben und Hausaufgabenbetreuung ist toll.“ (vgl. TAZ Nord, 11.10.2019)

Link zum gesamten Artikel der TAZ Nord unter „Aktuelles“ auf der Internetseite des Bundesverbandes für Natur- und Waldkindergärten e.V:
https://bvnw.de

Anmerkung der Redaktion von www.hortretter.de: Die mit eckigen Klammern kenntlich gemachte Ergänzung “[Ute]” im Originaltext des TAZ-Artikels erfolgte aus redaktionellen Gründen, um einer Namensverwechslung bzgl. der zitierten Person vorzubeugen.

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